Heimat-Kalender der Volksbank Deisslingen

So sahen die alten Ladengeschäfte aus 

Deißlingen. In Zeiten des wachsenden Online-Handels lohnt sich dieser Blick zurück ganz besonders: Der Jahreskalender 2021 der Volksbank Deisslingen stellt alte Ladengeschäfte im Ort vor. Ab Montag, 7. Dezember, ist die aktuelle Ausgabe für Mitglieder und Kunden in den Geschäftsstellen erhältlich.

Der Kalender der Volksbank Deisslingen hat sich mittlerweile Kult-Status in der Gemeinde erarbeitet: Im vergangenen Jahr, es wurden alte Feldkreuze vorgestellt, war die gesamte Auflage binnen Tagen vergriffen. Das könnte dieses Jahr wieder passieren, denn Fotograf und Archivar Jürgen Bögelspacher und Projektleiterin Gabriele Maier haben einen Kalender mit vielen interessanten Einblicken geschaffen, der das kaufmännische Geschehen vergangener Epochen einfängt.

„Diese Ausgabe des Kalenders verlangte deutlich mehr Recherche als die Vorgänger, denn es war nicht leicht, alte Bilder zu finden“ berichtet Bögelspacher. Umso mehr bedankt er sich bei den Bürgerinnen und Bürgern, die Material zur Verfügung gestellt haben. „Einige haben mich persönlich besucht und das letzte ihnen bekannte Foto mitgebracht. Das habe ich gleich eingescannt, so dass sie das Foto gleich wieder mit nach Hause nehmen konnten.“ Da das Jahr nach wie vor nur 12 Monate umfasst habe man nicht alle ehemaligen Ladengeschäfte im Kalender unterbringen können, bedauert Maier. Deshalb plane die Volksbank, das Thema in den kommenden Jahren nochmals aufzugreifen.

Die immense Nachfrage der Kunden und Mitglieder der Bank nach den heimatlichen Kalendern motiviert die Volksbank Deisslingen, die Kalender-Reihe fortzusetzen – zumal sie sich längst als Sammelobjekt etabliert hat. "Wenn man Heimat als Beziehung zwischen Mensch und Raum versteht stiftet ein lokaler Kalender viel Identität. So unterstreichen wir als Dienstleister unsere regionale Verwurzelung" betonen die Vorstände Christoph Groß und Steffen Schlenker.

Für die folgende, dann achte Ausgabe, ist es geplant, an alte Handwerksbetriebe zu erinnern, gerade aus Gewerken, die es so heute im Ort nicht mehr gibt wie Schmied, Seiler oder Schildermaler. Bögelspacher und Maier bitten deshalb Bürger, die Informationen oder sogar noch Bildmaterial besitzen, mit der Volksbank Kontakt aufzunehmen. "Die Bitte gilt auch für den Bereich der historischen Läden im Ort, die wir gerne in einer zweiten Staffel zum Thema verwenden möchten“ so die beiden Organisatoren.

Einstweilen dürfen sich Mitglieder und Kunden auf interessante Details zu den Händlern im Ort freuen und heute kaum denkbare Kombinationen entdecken: Die Bäckerei und Schweinezucht Held in der Kirchbergstraße oder Lebensmittel und Spedition Merkle in der Stauffenbergstraße zum Beispiel. „Wir laden sie ein zu einem gedanklichen Spaziergang durch das alte Deißlingen“ freuen sich Bögelspacher und Maier gerne auf Rückmeldungen und neue Hinweise.