Immobilien-Newsletter Q2/2024

Liebe Mitglieder, liebe Kundinnen und Kunden,


nichts ist so beständig wie der Wechsel. Das gilt insbesondere für die Zuschussregelungen rund um Heiztechnik, Dämmung und erneuerbare Energien für die Immobilie. Mit diesem Newsletter informieren wir Sie gerne über aktuelle Entwicklungen. Mehr denn je gilt: Im Zuschuss-Dschungel kommt es auf die Hilfe von Experten an, um Fristen und Vorgaben zu erfüllen und teure Fehler zu vermeiden. Die Volksbank Deisslingen als mehrfach ausgezeichnete Förderbank ist der richtige Partner an Ihrer Seite: Unsere Experten beraten Sie fair und kompetent.

1. Förderung Heizungsmodernisierung

Die KfW fördert den Austausch einer bestehenden, mit fossilen Brennstoffen betriebenen Heizung (zum Beispiel Öl-, Kohle-, Gas- oder Nachtspeicherheizung) gegen eine moderne Heizung, die auf erneuerbaren Energien basiert. Der Zuschuss kann von Privatpersonen für selbstbewohntes Eigentum für folgende Heizungstypen beantragt werden:

  • Wärmepumpe
  • Biomasseheizung
  • Brennstoffzellenheizung
  • Solarthermische Anlagen
  • Innovative Heizungstechnik
  • Gebäude- oder Wärmenetzanschluss

 

Die Förderung erfolgt in Form eines Investitionszuschusses, der nach der Umsetzung des Vorhabens auf Ihr Konto ausgezahlt wird. „Der Zuschuss setzt sich aus einer Grundförderung in Höhe von 30 % und folgenden kumulierbaren Boni zusammen“ erläutert Immobilienexperte Gerold Braun:

  • Klima-Geschwindigkeitsbonus in Höhe von 20 %, wenn Sie eine funktionstüchtige Heizung bis 2028 austauschen,
  • Einkommensbonus in Höhe von 30 %, wenn Ihr zu versteuerndes Haushaltseinkommen unter 40.000 Euro pro Jahr liegt,
  • Effizienzbonus in Höhe von 5 %, wenn Sie eine Wärmepumpe installieren, die als Wärmequelle Wasser, das Erdreich oder Abwasser nutzt oder mit einem natürlichen Kältemittel betrieben wird.

 

In Summe können die Grundförderung und die Boni maximal 70% der förderfähigen Kosten betragen. „Wichtig: Die Bemessungsgrundlage für den Zuschuss beträgt maximal 30.000 Euro - auch wenn Ihr Heizungstausch teurer wird. Sie können also einen Zuschuss von maximal 21.000 Euro (70 % von 30.000 Euro) erhalten“ gibt der Berater Einblick in das Kleingedruckte der Förderung. Und wem das noch nicht kompliziert genug ist, für den hat sich der Gesetzgeber noch den Emissionsminderungszuschlag ausgedacht. Der wird bei Erreichen bestimmter Grenzwerte mit 2.500 Euro pauschal berechnet, unterliegt nicht der Bemessungsgrenze, so dass schlussendlich sogar 23.500 Euro Förderung drin sind.

Durchführung: Fristen und Bedingungen beachten

Bevor Sie den Zuschuss beantragen können, müssen Sie eine Expertin oder einen Experten für Energieeffizienz oder ein Fachunternehmen beauftragen und sich eine Bestätigung zum Antrag (BzA) erstellen lassen. Um einen Antrag stellen zu können, muss ein Lieferungs- oder Leistungsvertrag vorliegen. Aus dem Vertrag muss sich das voraussichtliche Datum der Umsetzung der beantragten Maßnahme ergeben. Sobald Sie die Zusage für den Zuschuss bekommen haben, können Sie mit Ihrem Vorhaben starten und die Installation beauftragen. Nach Abschluss der Arbeiten bestätigt Ihre Expertin oder Ihr Experte für Energieeffizienz bzw. Ihr Fachunternehmen die ordnungsgemäße Durchführung und erstellt eine Bestätigung nach Durchführung (BnD) „Es gibt eine Vielzahl von Bedingungen, die exakt eingehalten werden müssen. Deshalb stehen wir gerne an ihrer Seite, um Sie bei der Beantragung von Fördermitteln kompetent zu beraten“, bietet die Volksbank individuelle Unterstützung an.

2. Zusätzliche und alternative Fördermöglichkeiten

Die Förderungen für die Heizungsmodernisierung lassen sich mit einem Ergänzungskredit für Sanierungsmaßnahmen flankieren. Für Ihren Heizungstausch oder weitere Sanierungsmaßnahmen können Sie zusätzlich einen Ergänzungskredit von bis zu 120.000 Euro pro Wohneinheit beantragen. Hinzu kommt ein möglicher Zuschuss für Sanierungsmaßnahmen. Wenn Sie einzelne Sanierungsmaßnahmen wie zum Beispiel den Austausch der Fenster planen, können Sie einen Zuschuss von der BAFA erhalten. Gefördert werden Einzelmaßnahmen an Bestandsgebäuden, deren Bauantrag beziehungsweise Bauanzeige zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens fünf Jahre zurückliegt. Zu den Wohngebäuden gehören auch Wohn-, Alten- und Pflegeheime und ähnliche Einrichtungen.


Gefördert werden:
Dämmung der Gebäudehülle (Außenwände, Dachflächen, Geschossdecken und Bodenflächen), sowie Erneuerung/Aufbereitung von Vorhangfassaden; Erneuerung, Ersatz oder erstmaliger Einbau von Fenstern, Außentüren und -toren; Sommerlicher Wärmeschutz durch Ersatz oder erstmaligen Einbau von außenliegenden Sonnenschutzeinrichtungen mit optimierter Tageslichtversorgung. Die Antragstellung erfordert die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten (EEE). Bei der Suche nach dem passenden Energieeffizienz-Experten helfen wir gerne.

Investitionsvolumen und Höhe der Förderung

Der Grundfördersatz beträgt 15 % der förderfähigen Ausgaben. Die Höchstgrenze der förderfähigen Ausgaben für energetische Maßnahmen beträgt insgesamt 30.000 Euro pro Wohneinheit. Abweichend davon erhöht sich diese Höchstgrenze auf 60.000 Euro pro Wohneinheit, wenn für die Maßnahmen der iSFP-Bonus (individueller Sanierungsfahrplan) greift. Auch bei diesem Programm existieren strenge Vorgaben an Zeitablauf und Durchführung, deren Aufzählung hier den Rahmen sprengen würde. „Sprechen Sie uns an, wir machen den Weg dann frei“ verspricht Braun.

3. Bausparvertrag: Gutes kommt nie aus der Mode

So vielfältig die Förderlandschaft im Immobilienbereich auch ist, es handelt sich stets um Förderungen, die immer auf einem Eigenanteil basieren. Um diesen Eigenanteil, also das sogenannte Eigenkapital, anzusparen eignet sich ein Bausparvertrag hervorragend. „Eigenkapital ist kein Selbstzweck. Je mehr Finanzmittel man angespart hat, desto weniger Darlehen wird für eine Finanzierung benötigt. Zudem wirkt sich das Eigenkapital positiv auf den Darlehenszins aus erläutert Braun. Weil: Je mehr Eigenkapital vorhanden ist, desto höher ist der spätere Kreditspielraum.

Bausparen ungebrochen attraktiv

Bausparverträge galten während der Nullzinsphase als gestrig. Das stimmte nie, mit gestiegenen Baugeldzinsen ist das Instrument wieder voll attraktiv. „Die Strategie, sich niedrige Darlehenszinsen langfristig zu sichern, ergibt absolut Sinn“ befindet Braun. Ein Bausparvertrag kombiniert einen Sparvertrag mit einem Immobiliendarlehen. In der Sparphase wird zunächst mit festen Einzahlungen Eigenkapital gebildet – in der Regel die Hälfte der vereinbarten Bausparsumme. Sind bestimmte Voraussetzungen erfüllt, wird der Vertrag „zuteilungsreif“. Das bedeutet: „Kunden können sich ihr Guthaben auszahlen lassen und von einem Darlehen mit geringem Zinssatz profitieren.“ Dieses Geld schließt die Lücke zwischen Förderung und Kosten – das Vorhaben kann starten.


In der anschließenden Tilgungsphase zahlen sie das Bauspardarlehen zurück. Die Konditionen dafür stehen bereits bei Vertragsabschluss fest. Somit erhält der Bausparer auch in Zeiten steigender Bauzinsen den zu Beginn vereinbarten niedrigeren Darlehenszins. „Ziel des Bausparens ist es, unseren Mitgliedern und Kunden den Bau, Kauf oder die Sanierung eines Hauses oder einer Wohnung zu ermöglichen“, betont Braun.


Der richtige Zeitpunkt für den Abschluss eines Bausparvertrags hängt von verschiedenen Faktoren ab, am Ende des Tages lässt sich verkürzt sagen: Eigentlich immer. Denn völlig unabhängig von den individuellen Plänen unterstützt der Staat die Bildung von Eigenkapital: Wohnungsbauprämie, vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber mit staatlicher Arbeitnehmersparzulage oder auch die Riester-Förderung lauten die Stichworte dazu. Auch hier ändern sich die Bemessungsgrenzen und Zuschüsse häufig, so dass versierter Rat von den Fachleuten der Volksbank Deisslingen immer wertvoller wird.

Ihre Ansprechpartner:

Gerold Braun und Sergei Rupp

07420/9292-0

 

 

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