Immobilien-Newsletter 12/2021

Liebe Kunden, liebe Immobilieneigentümer in spe,

mit dem heutigen Immobilien-Newsletter möchten wir Sie als erstes auf eine dringende und wichtige Terminsache hinweisen: Ab Februar 2022 gibt es keine Förderung für ein Energieeffizienzhaus der Klasse 55 mehr! Wer diesen bislang sehr beliebten Typ bauen und die seitherige Förderung nutzen möchte muss einen Antrag bis zum 31. Januar 2022 stellen.

Die Bundesregierung ändert das erst in diesem Jahr neu aufgestellte Programm „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) somit deutlich. Die EE-Klassen (Effizienzhaus/-gebäude 55 EE) und die Nachhaltigkeits-Klasse (Effizienzhaus 55 NH) werden eingestellt. Das Effizienzgebäude 55 NH wird für den Neubau nicht eingeführt. Ziel ist es, zukünftig Maßnahmen mit einem besonders hohen CO2- Einsparpotential stärker zu fördern. Welche Schwerpunkte dann gesetzt werden, welche Förderungen wegfallen und was Sie sonst noch über die Änderungen am BEG wissen müssen, lesen Sie hier.

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wurde dieses Jahr eingeführt, um Förderungen zu vereinfachen und die Programme vom BAFA und der KfW leichter miteinander zu verknüpfen. Wir hatten Sie, in einem Newsletter darüber umfassend informiert. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude beinhaltet Zuschüsse für Maßnahmen bei Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden sowie Einzelmaßnahmen. Zum 1. Februar 2022 wird die Neubauförderung für das Effizienzhaus/-gebäude 55 in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) eingestellt.

Die Sanierung soll stärker im Fokus stehen. Der Gedanke dahinter: Durch die Ertüchtigung von besonders ineffizienten Gebäuden können viel mehr schädliche Emissionen eingespart werden als durch die Förderung im Neubau. Denn die Energieeinsparverordnung lässt ohnehin nur noch relativ gut gedämmte Neubauten zu, der zusätzliche Vorteil durch ein Haus der EE-Klasse 55 ist zwar gegeben – fällt aber deutlich geringer aus, als wenn mit dem gleichen Fördergeld eine „Energieschleuder“ auf den heutigen Stand gebracht wird. Deshalb ändert der Gesetzgeber die Förderkulisse. Nicht weil von EE 55-Häusern abzuraten wäre, sondern weil er hofft, auf diesem Weg mit dem gleichen Fördergeld mehr Emissionen einzusparen. „Vorhandene Fördermittel sollten gezielt dort eingesetzt werden, wo Treibhausgas-Minderungen zur Erreichung der Sektorziele am notwendigsten sind und einen größtmöglichen sichtbaren Beitrag zur Emissionsminderung leisten“, wird dies im offiziellen Statement des Ministeriums begründet.

Das führt künftig zu einem stärkeren Fokus der Mittel auf die Sanierung, weil dort der Hebel größer ist. „Bisher entfielen in 2021 etwa ein Drittel auf die Einstiegs-Förderstufe im Neubau Effizienzhaus/-gebäude 55“, so das Ministerium. Es wird also eine äußerst beliebte Förderkategorie eingestellt.

Für die Gewährung eines Antrages ist der Zeitpunkt der Antragstellung maßgeblich. Die Antragstellung ist bis zum 31. Januar 2022 möglich. Der Bau kann später erfolgen. Wenn Sie also planen, ein EE-Haus 55 zu errichten und die Förderung dazu eingeplant haben sprechen Sie uns bitte zeitnah an. Wir beraten Sie gerne, wie Sie noch in den Genuss dieser beliebten Förderung kommen können.

Vorsorge für Sanierungen – zum Beispiel Wohnbauprämie nutzen

Wer eine gebrauchte Immobilie erwirbt muss sich darüber im Klaren sein, dass eher früher als später Sanierungen notwendig werden. Dies erfordert eine gezielte Vorsorge. Mit vermögensbildenden Leistungen lässt sich ein entsprechender Vertrag bei unserem Verbundpartner Schwäbisch Hall ansparen. Darüber sind regelmäßige Auszahlungen etwa alle 6 Jahre möglich.

Die Kosten für Sanierungen darf man nicht unterschätzen. Als Faustregel gelten folgende Durchschnittwerte für ein Haus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche:

 

Neue Küche: ca. 20.000 €

Neue Bodenbeläge: 13.000 €

Neues Bad: ca. 25.000 €

Neuer Außenputz: ca. 18.000 €

Neuer Heizkessel: ca. 10.000 €

Neue Heizkörper: ca. 10.000 €

Neue Fenster: ca. 18.000 €

Dachsanierung: ca. 35.000 €

 

Wer regelmäßig in seinen Bausparvertrag einzahlt, erhält vom Staat die Wohnungsbauprämie in Höhe von 10 Prozent der investierten Summe, sofern die Einkommensgrenzen eingehalten werden, maximal 70 Euro pro Person und Jahr. Dabei muss das Guthaben für wohnwirtschaftliche Zwecke, also den Bau, den Kauf oder die Sanierung von Immobilien, eingesetzt werden. Wir empfehlen: einen Euro pro Monat und Quadratmeter Wohnfläche anzusparen. Bei einem Haus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche sind das 150 Euro. Das können zum Beispiel zwei mal 40 Euro aus den vermögenswirksamen Leistungen pro Ehepartner zuzüglich eines Eigensparanteils von 70 Euro sein.

Daraus ergibt sich ein Auszahlungsprofil bei einer Bausparsumme von 60.000 Euro von 15.000 Euro ca. alle sechs Jahre. Der monatliche Zins- und Tilgungsaufwand beläuft sich auf 90 Euro, denn der Sollzinns befindet sich auf sehr niedrigem Niveau. Also: Besser rechtzeitig ansparen und mit den vermögenswirksamen Leistungen sich das passende finanzielle Polster anlegen, um die fälligen Sanierungen liquide zu sein. Wie es genau geht, welche Vorteile diese Konstruktion aufweist erläutern wir Ihnen gerne im persönlichen Beratungsgespräch.

Kontaktdaten:

Gerold Braun, gerold.braun@voba-deisslingen.de, 07420/9292-0 und

Christine Förster, christine.foerster@voba-deisslingen.de, 07420/9292-0

 

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